Gaming-PC oder Konsole?

Mit dem Erscheinen der Next-Gen-Konsolen Xbox One und Playstation 4, sowie der baldigen Veröffentlichung einer weiteren Konsolengeneration mit 4k-Unterstützung, stellt sich die klassische Frage: Gaming-PC oder doch eher eine Konsole anschaffen?

Diese Frage ist so alt wie Konsolen und Computer selbst. Von PC-Enthusiasten wird diese Frage ganz schnell und einfach mit „PC Master Race“ beantwortet und die Diskussion beendet. „Console Master Race“ hingegen hört man hingegen seltener und hat im Gegensatz zur PC-Variante nicht einmal einen eigenen Wikipedia-Artikel. Doch wie sehen die Fakten zwischen Gaming-PCs und Konsolen aus?

Leistungsunterschiede zwischen PCs und Konsolen

Der größte Nachteil der Konsolen ist die fest verbaute Hardware. Einmal gekauft, kann bei einer Konsole keine zusätzliche Leistung durch Aufrüsten hinzugewonnen werden. Als ob das nicht problematisch genug ist, sind Konsolen bei der Veröffentlichung eigentlich schon veraltet.
Entwickler sind versucht, die Grafik möglichst gut aussehen zu lassen und dabei wenigstens 30 Bilder pro Sekunde auf die Bildschirme zu bringen. Um dies zu schaffen, werden viele Spiele gerade einmal mit einer 720p-Auflösung berechnet und stoßen dabei schon an die technischen Grenzen der Konsole.
Gaming-PCs hingegen haben den Vorteil, sich flexibel an neue Anforderungen anzupassen. Wird der RAM knapp, werden kurzerhand weitere Speicher-Riegel installiert. Reicht die Grafikleistung nach mehreren Jahren für neue Top-Spiele nicht mehr aus, wird in eine neue Grafikkarte investiert und hat dadurch – je nach Modell – wieder für mehrere Jahre ausgesorgt. Kann man auf einige Effekt- und Grafikdetails verzichten, stellt der Gamer die Einstellungen herunter und kann so auch mit älterer Hardware die neuesten Spiele spielen. All das geht bei einer Konsole nicht. So ist der Grafik von Konsolenspielen ein Limit gesetzt.

Flexibilität bei Software und Spielen

Der nächste große Haken bei Konsolen: Man kann nur das Spielen, was tatsächlich für die jeweilige Konsole angeboten wird. Zwar sind die aktuellen Konsolen wesentlich flexibler geworden und erlauben die Nutzung verschiedenster Apps, jedoch ist man immer auf das vorhandene Angebot beschränkt. Besonders bei Spielen ist das ärgerlich, denn viele bekannte Games werden entweder exklusiv auf einer einzelnen Konsole oder nur für den Computer vertrieben. Portierungen erfolgen meist erst später, bei manchen Titeln auch garnicht.
Computer werden von solchen Restriktionen meist verschont. Natürlich gibt es bei exklusiven Konsolentitel auch für PC-Gamer kaum eine Chance, dieses Spiel zu spielen, dies kommt jedoch nur sehr selten vor. Man hat sämtliche Freiheiten, zu installieren was und wie viel man möchte. Auch Spiel-Modifikationen sind am PC viel einfacher zu installieren als bei Konsolen. Nur wenn es offiziellen Mod-Support seitens der Entwickler bereit gestellt wird, können diese auch auf Konsolen angewendet werden.

Der große Vorteil von Konsolen hingegen ist die Stabilität der Spiele. Dadurch dass die Hardware aller Konsolen gleich ist, können Spiele- und App-Entwickler ihre Software exakt darauf optimieren. Abstürze des Spiels sind dadurch sehr viel seltener und können viel leichter behoben werden. Bei Computern gibt es unendlich viele mögliche Hardware-Konfigurationen und damit auch entsprechend viele Probleme für den Entwickler, all diese Geräte zu unterstützen. So können sich manche Fehler in einem Spiel hartnäckig lange halten und die Freude am Spiel in bestimmten Fällen schmälern.

Flexibilität vs. Stabilität

Die Eingangsfrage ist damit jedoch nicht beantwortet. Ist der Gaming-PC der Konsole nun vorzuziehen? Nicht unbedingt, denn es kommt auf die Bedürfnisse an. Eine Konsole ist immerwährend, hat selten technische Fehler und Spiele laufen problemlos.
Gaming-PCs können hier manchmal etwas „herumzicken“, sind aber leistungsfähiger und flexibler in den Nutzungsmöglichkeiten. Zudem sind Computer auch teurer in der Anschaffung, leisten aber auch entsprechend mehr.
Was man jedoch bei der Anschaffung einer Konsole einspart, zahlt man meist beim Kauf der Spiele wieder drauf. PC-Spiele haben viel häufiger Rabatte und sind früher günstiger als Konsolenspiele. Diese Faktoren müssen vor dem Kauf abgewägt werden.
Als „Allrounder“ für Produktivität, Entertainment und vielem mehr hat der Gaming-PC jedoch viel stärkere Argumente.

Wenn Du Dich für den Kauf eines Gaming PCs entschieden hast, dann schau Dir doch mal unsere Gaming PC Tests an.