Was ist ein (guter) Gaming PC?

Nicht jeder Computer, auf dem Programme gut laufen, ist gleichzeitig auch spieletauglich. Doch was unterscheidet eigentlich einen normalen PC und einen Gaming-PC?

Schauen wir dafür einmal, welche Arbeiten auf einem gewöhnlichen Computer durchgeführt werden. Hier finden wir Programme wie Office zur Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation, Browser für den Internetzugriff, vielleicht noch Musik und Video-Abspielprogramme.
Seltener werden auch noch Bildverarbeitungsprogramme verwendet, um die eigenen Fotos noch etwas aufzubessern oder produktiv einzusetzen. Für all diese Programme werden keine sehr hohen Anforderungen an einen Computer gesetzt.
Es reicht schon eine Onboard-Grafikkarte im Prozessor oder dem Mainboard zu haben. RAM-Speicher und Prozessorleistung müssen nicht immens hoch sein, die Soundkarte befindet sich ebenfalls auf dem Mainboard. Auch an die Laufwerke wird kaum eine Anforderung gestellt, reicht in der Regel eine mittelschnelle, mechanische Festplatte mit 250-1000 GB Speicher. So ist ein Office-Computer vor allem sehr energiesparend, leise aber nicht besonders schnell.

Der Gaming PC hingegen muss Spiele mit hohen Systemanforderungen ausführen können. Dazu zählt vor allem eine leistungsstarke Grafikkarte und CPU, überdurchschnittlich viel RAM und eine möglichst schnelle Festplatte für kurze Ladezeiten. Die meisten Spiele verwenden sehr aufwendig gestaltete 3D-Objekte, die möglichst realitätsnah wirken sollen. Dazu kommen noch Licht- und Schatteneffekte, diverse Filter, Animationen und tausende Texturen, die gleichzeitig angezeigt werden. Dabei sollen möglichst viele Bilder pro Sekunde auf dem Monitor angezeigt werden, damit das Spielgefühl flüssig ist. Für solche Anforderungen müssen alle Komponenten eines Gaming-PCs gut miteinander zusammenarbeiten und vor allem leistungsstark sein.

Was ist ein guter Gaming-PC?

Um diese Frage beantworten zu können, muss man erst einmal festlegen, für welche Spiele er gut sein soll. In der Regel schaut man bei einem Neukauf, dass man bei aktuellen Spielen die empfohlenen Systemvoraussetzungen erfüllt und möglichst noch Luft nach oben hat.

Heutzutage ist ein guter Gaming-PC mit einer starken Grafikkarte wie einer Nvidia GTX 970, besser noch GTX 980 Ti ausgestattet. Das Äquivalent von AMD dazu ist die Radeon R9 Fury und Fury X. Diese Grafikkarten gelten aktuell noch als High-End, auch wenn die nächste Generation bereits im Kommen ist.

Dazu sollte sich ein aktueller Prozessor der Intel i5 oder i7 Reihe gesellen, zum Beispiel der i7-6700K. Bei AMD ist dies die FX-6300er oder FX-8300er Reihe, hier als Gegenpart zu Intel der FX-8370. Wichtig ist, dass der Prozessor möglichst mehr als zwei Kerne und 3 GHz verwendet.

RAM sollte für einen Gaming-PC nicht knapp bemessen sein. Mindestens 8 GB, besser aber 16 GB sollten gewählt werden. Hier ist zu beachten, dass möglichst Riegel im Dual-Channel zusammenarbeiten. Bei 8 GB also zwei Riegel mit je 4 GB. Die Geschwindigkeit der Riegel ist nicht sehr ausschlaggebend. Hier sollte man die Geschwindigkeit wählen, die der Prozessor maximal ohne Übertakten unterstützt. Beim i7-6700K ist dies DDR4 mit 2133 MHz, beim FX-8370 verwendet man DDR3 mit 1866 MHz. AMD wird erst 2017 Prozessoren mit Unterstützung für DDR4 liefern.

Bei der Wahl einer Festplatte sollte man möglichst eine SSD für schnelle Ladezeiten, und zur Ablage von Dateien eine HDD mit wenigstens 1 TB Speicher verwenden. Sehr beliebt ist die Samsung SSD 850 EVO und bei den HDDs zum Beispiel eine Western Digital WD Green oder WD Blue mit 1 oder 2 TB.