Welcher Sockel für Gaming PCs?

Bei der Zusammenstellung oder Auswahl eines neuen Gaming-PCs muss man einige technische Details kennen und richtig einschätzen können. Das wichtigste Bauteil hierbei ist das Mainboard. Je nachdem wie man sich entscheidet, muss man entweder das passende Mainboard für den Prozessor, oder den richtigen Prozessor für das Mainboard finden. Ausschlaggebend hierfür ist der richtige Sockel, denn nicht jeder Prozessor passt auf jedes Motherboard.

Aktuelle Sockel für AMD-Prozessoren

Der Hersteller AMD hat bereits seit geraumer Zeit keine neuen Prozessoren vorgestellt, die einen neuen Sockel benötigen. Hier wird zwischen zwei Prozessortypen unterschieden: CPU ohne integrierter Grafikeinheit, und APU mit einem eigenen Grafikchip. Diese beiden Typen haben jeweils eigene Sockel.

Leise und energiesparend mit FM2+

FM2+ ist der aktuelle Sockel-Typ für die AMD-APUs mit integriertem Grafikkern und Northbridge. Dieser Sockel wurde 2013 zusammen mit den Kaveri APUs vorgestellt und bis heute verwendet. Der Vorteil dieses Sockels ist die Kombination zwischen Prozessor, Grafik und Northbridge. Letzteres wird normalerweise als eigener Chipsatz auf dem Mainboard verbaut. Durch die Kombinationslösung spart dies jedoch einiges an Bauteilen ein, weshalb FM2+ Mainboards in der Regel um einiges günstiger als herkömmliche Mainboards sind. Ältere Prozessoren mit einem FM2-Sockel sind zudem mit FM2+ kompatibel. Dieser Sockel-Typ sollte allerdings vorzugsweise für Office-Computer verwendet werden, da auf eine dedizierte Grafikkarte verzichtet werden kann.

Leistungsstarke AM3+-Prozessoren für Gaming-PCs

AM3+ ist eine Weiterentwicklung des AM3-Sockels von AMD. Wie auch der FM2+ ist der AM3+-Sockel abwärtskompatibel zu Prozessoren mit AM3-Sockel. Die AM3+-Prozessoren sind reine CPUs ohne eigenen Grafikchip oder integrierter Northbridge. Hier ist eine gesonderte Grafikkarte oder ein auf dem Mainboard integrierter Grafikchip notwendig.
Die AM3+-Prozessoren sind in der Regel leistungsstärker als ihr APU-Pendant, wenn auch die Rechenleistung nicht durch einen Grafikchip verbessert werden kann. Dafür ist der AM3+-Sockel auch nicht gedacht.
FM2+ ist vor allem für sparsame, leise Arbeitscomputer konzepiert, die keine zusätzliche Grafikkarte benötigen, hingegen die AM3+-Prozessoren für hohe Leistung im Verbund einer zusätzlichen Grafikkarte sorgen sollen.

Aktuelle Sockel für Intel-Prozessoren

Bei der Namensgebung von Intel-Prozessoren kommt man schnell durcheinander. Es werden oft ähnliche Zahlen verwendet die keine, auf den ersten Blick eindeutige Nummerierung folgen. So ist der 1150-Sockel für Oberklasse-CPUs, hingegen 1155 eher für Office-Computer geeignet ist. 2011 ist wiederum für die sogenannten „Refresh“-CPUs gedacht, die wiederum als High-End gelten und entsprechend teuer sind. Dies sind jedoch die Sockel-Nummern der letzten Generation. Schauen wir nun, was Intel aktuell zu bieten hat.

Sockel 1151 für Office- als auch Gaming-PCs

Im Gegensatz zur Vorgängerversion des 1151er Sockels unterscheidet Intel beim Sockel nicht mehr zwischen starken und schwachen CPUs im Consumer-Segment. Der Sockel 1151 kann also universell für alle aktuellen Intel Core i3 bis i7 der 6000er Skylake-Serie genutzt werden. Um dennoch das richtige Mainboard wählen zu können, sollte man sich am verbauten Chipsatz orientieren. Für Gaming-PCs ist hauptsächlich der Z170, aber auch der H170 interessant. Der Q170 ist zwar vergleichbar mit dem Z170, ist aber für den Business-Einsatz gedacht.

High-End CPUs mit dem Sockel 2011-3

Die absolute Oberklasse der Prozessoren sind mit dem Sockel 2011-3 zu finden. Dieser Sockel-Typ ist sowohl für die i7-5000/ Extreme Edition als auch für die i7-6000/ Extreme Edition wie dem i7-6800K oder i7-6950X gedacht. Die Prozessoren der Broadwell-E Serie sind die High-End-CPUs von Intel und bilden mit dem X99-Chipsatz das Leistungsstärkste und Teuerste, was für den normalen Verbraucher zu haben ist. Prozessoren für diesen Sockel-Typ sind vor allem für solche Spieler interessant, die gleichzeitig Spiele aufnehmen, und dazu noch im Hintergrund Videos rendern wollen.
Für normales Gaming ist dieser Sockel jedoch eher uninteressant, da übertrieben. So reicht für alle aktuellen Spiele ein starker Core i5 aus der 6000er-Reihe vollkommen aus.